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Silber schießt auf Rekordhoch: Welche Faktoren die historische Rallye jetzt ausbremsen könnten
Zusammenfassung:Silber überholt Gold deutlich und erreicht neue Rekorde, weil Anleger auf harte Assets setzen und de
Silber überholt Gold deutlich und erreicht neue Rekorde, weil Anleger auf harte Assets setzen und der Markt zusätzlich von Knappheit getrieben wird.
Silber überholt Gold deutlich und erreicht neue Rekorde, weil Anleger auf harte Assets setzen und der Markt zusätzlich von Knappheit getrieben wird.
Die Industrie gerät unter Druck, denn Solarpanels, Elektronik und KI-Chips brauchen Silber – doch bei diesen Preisen wird es für Hersteller zunehmend untragbar.
Erste Konzerne reagieren bereits und ersetzen Silber durch günstigere Metalle, was die Rallye ausgerechnet durch sinkende Industrienachfrage bremsen könnte.
Silber erlebt gerade eine Rallye, die selbst Gold in den Schatten stellt. Der Preis ist in kurzer Zeit regelrecht durch die Decke gegangen. Doch genau dieser Höhenflug könnte bald an einer Grenze ankommen: an der Realität der Industrie. Denn: Viele Unternehmen, die Silber täglich brauchen, können die steigenden Kosten nicht endlos mittragen, warnt die Saxo Bank.
Ole Hansen, Rohstoffstratege bei Saxo Bank, schreibt: „Ab einem bestimmten Preis könnten Hersteller und Abnehmer höhere Kosten nicht mehr verkraften.“ Silber sei in vielen Bereichen unverzichtbar. Es steckt in Solarpanels, in Elektronik und in Chips, die für den Ausbau von Künstlicher Intelligenz eine zentrale Rolle spielen. Und wenn Silber zu teuer werde, bleibe Unternehmen oft nur eine unangenehme Auswahl, so Hansen. „Sie versuchen dann, die Kosten weiterzugeben und scheitern, sie kaufen weniger ein oder sie suchen nach Ersatzstoffen.”
In dieser Woche stieg der Spotpreis für Silber auf ein neues Rekordhoch von mehr als 93 US-Dollar pro Feinunze (rund 89 Euro). Damit liegt Silber in diesem Jahr bereits fast 26 Prozent im Plus. Noch stärker war der Sprung im Jahr 2025: Damals legte der Preis um etwa 170 Prozent zu. Gold kam im selben Zeitraum „nur auf ein Plus von 73 Prozent.
Silber ist dabei ein Sonderfall unter den Edelmetallen. Es gilt nicht nur als sicherer Hafen für Anleger, sondern ist gleichzeitig ein echter Industrie-Rohstoff. Das bringt gleich zwei Arten von Nachfrage zusammen: die Angst der Investoren und große Zukunftstrends wie Elektrifizierung, Solarenergie und moderne Elektronik.
Welche Faktoren ein Risiko fürs Silber darstellen
Genau diese Mischung macht den Markt aber auch anfällig. Schon kleine Engpässe können große Preisbewegungen auslösen. Ein Beispiel war ein physischer Short Squeeze in London im vergangenen Jahr. Der Preisanstieg wurde dadurch noch einmal verstärkt, weil die Lagerbestände ungewöhnlich niedrig waren. Ein Grund dafür: Große Mengen Silber waren in US-Tresore gewandert, weil Anleger wegen möglicher Zölle nervös wurden.
Auch aus China kam zusätzlicher Druck. Überkapazitäten in der Produktion und harter Wettbewerb in den vergangenen Jahren haben die Nachfrage nach Silber und anderen wichtigen Materialien steigen lassen.
Doch jetzt, bei einem Silberpreis von rund 91 US-Dollar pro Feinunze (etwa 87 Euro), scheint sich etwas zu drehen. Erste Industriekunden reagieren offenbar. Sie sparen Silber ein oder stellen um.
Zwei große chinesische Solarkonzerne, Longi Green Energy Technology und Jinko Solar, haben angekündigt, künftig einen Teil des Silbers durch billigere Basismetalle zu ersetzen. Trotzdem dürfte es dauern, bis dieser Effekt wirklich spürbar wird. Zum Beispiel, weil Unternehmen erst einmal ihre Lagerbestände nutzen oder Bestellungen langsamer reduzieren.
Hansen erwartet aber genau hier den entscheidenden Bremsfaktor. Jede Rallye stoße irgendwann an ihre Grenzen, schreibt er. Und bei Silber sei der wahrscheinlichste Stopp nicht die Stimmung der Anleger, sondern ein Rückgang der industriellen Nachfrage.
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