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Fed-Chef Powell deutet stärkere Zinserhöhungen an
Zusammenfassung:Investing.com - US-Notenbankchef Jerome Powell machte während seiner Pressekonferenz nach dem Fed-En
Investing.com - US-Notenbankchef Jerome Powell machte während seiner Pressekonferenz nach dem Fed-Entscheid Andeutungen, wonach die Leitzinsen aus Sorge vor der hohen Inflation stärker als befürchtet steigen könnten.
“Ich denke, es gibt ziemlich viel Spielraum, die Zinsen zu erhöhen, ohne den Arbeitsmarkt zu gefährden.”
Daraus leiteten Marktbeobachter ab, dass die Fed auf jeder der kommenden Sitzungen die Fed Funds Rate anheben könnte.
Analyst Michael Pearce von der Beratung Capital Economics schrieb in einer Kundennotiz, dass Powell die Möglichkeit einer größeren Anhebung um 50 Basispunkte nicht ausgeschlossen habe und sogar angedeutet habe, dass jede Sitzung in diesem Jahr live ist, was die Tür für Leitzinsanhebungen um mehr als 100 Basispunkte im Jahr 2022 offen lässt. Diese aggressive Haltung erklärt den Anstieg der Anleiherenditen und den Einbruch der Aktienkurse während der Pressekonferenz.
Am Markt sind derzeit vier Zinserhöhungen in diesem Jahr eingepreist. Der erste Schritt soll bereits im März erfolgen. Das CME FedWatch-Tool taxiert die Wahrscheinlichkeit dafür auf über 97 Prozent.
Zu einem möglichen Zinsschritt auf dem nächsten Treffen sagte Powell: Wir werden auf der März-Sitzung entscheiden, ob wir die Zinsen anheben.
In ihrem geldpolitischen Begleittext schrieb die Fed, dass eine Zinserhöhung bald angemessen sein könnte. Konkrete Details zur Bilanzverkleinerung wurden nicht genannt, außer dass der Prozess nach dem Lift-off beginnen würde. Gleichwohl meinte Powell während seiner Pressekonferenz, dass es einer erheblichen Schrumpfung der Bilanz bedürfe.
Die Fed könnte bereits im Mai mit der Verringerung ihrer Bilanz starten. Wir gehen davon aus, dass die Fed bis Juni warten wird, um mit dem Abschmelzen ihrer gigantischen Bilanz zu beginnen, so Diane Swonk, Chefökonomin von Grant Thornton.
Als Reaktion auf die Fed-Pressekonferenz geriet die Wall Street am Mittwoch unter Druck. Der Nasdaq 100 drehte am Tageshoch bei 14.646,54 Punkten um und schloss den Handel 0,17 Prozent höher bei 14.172,76 Punkten. Der Dow Jones und der S&P 500 landeten sogar im Minus.
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